Süße Sonntagsgrüße: schokoladige Baklava mit Paranüssen & Pistazien

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Oh weh, ich habe es tatsächlich getan!
Ich habe Baklava gebacken :)

Nicht nur, dass ich es mir im Leben nicht zugetraut hätte, jemals dieses süße Teufelszeug selbst zuzubereiten – nein – jetzt muss es ja auch noch jemand essen :O

Ich gebe euch einen guten Tipp. Macht Baklava nur, wenn ihr am nächsten, oder am besten noch am selben Tag Geburtstag feiert, auf eine Party eingeladen seid oder eure Kollegen überraschen wollt. ABER AUF KEINEN FALL solltet ihr diese umwerfend und klebrig-süßen Kalorienbomben mehr als einen Tag in eurer Küche aufbewahren, denn ich schwöre euch, ihr werdet sie alle essen und Bauchweh bekommen!

Baklava_2Wer sich davon allerdings nicht abschrecken lässt oder einfach nur mal wieder ein richtig grandioses Dessert zaubern will, dass echt nicht so aufwendig ist, wie es klingt – für den habe ich heute was.

Klar, traditionelles Baklava ist saulecker und davon wandert auch oftmals eine Packung in meinen Einkaufskorb, wenn ich mal wieder im arabischen Laden meines Vertrauens unterwegs bin – aber diese Schokoladen-Baklava ist nochmal einen Tucken besser. Und warum? Weil sie nicht sooo pappensüß ist, wie das Original. Ok, mächtig ist sie immernoch, aber diese feine Note aus Schokolade & Zimt verleiht dem Ganzen eine wirklich schöne Abwechslung und macht aus irgendeinem Grund die Sache erträglicher :D Und habe ich schon die Pistazien erwähnt?

Also, schmeißt die Kaffeemaschine an & brüht euch einen leckeren Mocha, denn heute gibt es Baklava zum Vesper!

Baklava_3Schokoladen Baklava
(für eine 23cm x 23cm Backform)

für den Sirup:

125ml Wasser
100g Zucker
30ml Agavendicksaft
1 TL Zitronensaft + etwas Zitronenschale
1 Zimtstange

für die Baklava:

1 Pakung Filoteig (10-13 Blätter je nach Größe der Form)
50g geschmolzene Margarine (z. B. von Alsan)
100g gehackte Mandeln
150g gehackte Paranüsse
45g gehackte Pistazien + ein paar ganze Pistazien zum Verziehren
200g vegane Schokotropfen (z. B. von RUF)
2 EL veganer Schokoaufstrich
1 1/2 TL Zimt
optional: weitere Gewürze je nach Geschmack

Filo_Teig1. Den Zuckersirup vorbereiten: Dafür Zucker und Wasser zusammen mit dem Zitronensaft und der Zimtstange in einem kleinen Topf aufkochen lassen. Anschließend 20min bei mittlerer Temperatur köcheln lassen. Vom Herd nehmen, Zimtstange & Zitronenschale herausnehmen und den Agavendicksaft unterrühren. Komplett auskühlen lassen. (Am besten in den Kühlschrank stellen.)

2. Die Baklava zubereiten: Zuerst die gehackten Nüssen zusammen mit den Gewürzen in einer Schüssel vermischen. Schokoaufstrich und Schokotropfen unterheben.
3. Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
4. Die Backform mit etwas geschmolzener Margarine auskleiden. Dann mit dem ersten Blatt Filoteig den Boden bedecken und diesen anschließend mit Margarine bestreichen und ein weiteres Blatt Teig darüber legen und ebenfalls mit Margarine bepinseln. So weiter machen bis 5 Schichten Teig entstanden sind. 5. Jetzt den Teig dünn mit der Hälfte der Schoko-Nuss-Füllung bedecken und diese anschließend 3 Teilschichten mit Margarine dazwischen abdecken.
6. Nun kommt der restliche Teil der Füllung auf den Teig. Diese wiederum wird mit weiteren 5 Teigblättern+Margarine abgeschlossen.
7. Bevor die Baklava in den Ofen kommt, muss sie vorgeschnitten werden, da der Teig nach dem Backen nur schwer zu schneiden geht.
8. Jetzt die Baklava mit etwas Wasser beträufeln und ab damit in den Ofen. Bei 175°C 30min backen. Anschließend den Ofen ausmachen, die Baklava herausnehmen und sofort den Sirup über den Teig gießen. Die Form ein wenig schütteln, damit der Sirup auch gut verteilt ist und dann wieder ab damit in den ausgeschalteten Ofen. Die Restwärme sorgt dafür, dass der Sirup gut in den Teig einzieht.
9. Nach ca. 20min nehmt ihr die Baklava wieder aus dem Ofen und lasst sie komplett auskühlen, so dass der Sirup auch schön fest wird.

Guten Appetit!

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Eine kulinarische Reise durch Prag #5 – loVeg & Secret of Raw

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Guten Morgen, ihr Zuckerbacken!

Wie versprochen, erzähle ich euch heute etwas über die zwei neuen, veganen Restaurants, die wir in Prag besucht haben.

Gleich am ersten Tag nach der Anreise zog es uns ins loVeg im Herzen (und auch auf einer der teuersten Straßen) Prags. Schon im Vorhinein gab es viele positive Stimmen über das Lokal auf diversen Portalen im Internet, bei denen vor allem die gute, traditionelle tschechische Küche gelobt wurde. Und tatsächlich hielt die Karte eine große Auswahl an vermeidlicher Hausmannskost bereit. (Da ich mich aber nicht so gut mit der traditionellen Küche in Tschechien auskenne, kann ich das leider nicht 100%ig bestätigen.) Doch irgendwie zog es mich dann doch wieder zu den etwas abgedrehteren Speisen:

Als Vorspeise (oben rechts) wählte ich den Shrimpssalat mit Gedöhns und Tüdeldü. Leider, wie es meistens so ist, klingt das Essen auf der Karte viel aufregender als es dann ist, wenn es vor einem steht. Das war auch bei diesem Salat der Fall. Sage und schreibe 3 kleine Shrimpis verirrten sich auf meinen Winzsalat :/ Ok, er hat ganz gut geschmeckt keine Frage, aber bei diesem Verhältnis von Shrimps zu Salat sollte man es doch eher “Salat mit Shrimps” nennen & nicht “Shrimpssalat”, oder was sagt ihr?

Meine Begleiter waren im Übrigen genauso enttäuscht vom ersten Gang, da wir uns natürlich alle etwas anderes unter so einer verlockenden Bezeichnung vorgestellt haben.

Aber noch war nicht aller Tage Abend & so setzte ich meine letzten Kröten auf das Hauptgericht (rechts unten) – Quesadillas mit gegrilltem Gemüse. Wahnsinn, wie das schon klingt – da bekomme ich gleich wieder Appetit. Doch, und das muss ich ganz ehrlich sagen, hat auch dieses Knaller-Gericht mich im loVeg nicht wirklich überzeugt. Größtes Manko des Kochs war es am veganen Käse zu sparen, was bei Quesadillas nun wirklich nicht sein darf. Dafür gab es loses gegrilltes Gemüse in zwei halben Weizentortillas. Schön ist anderes, aber dafür war die Soße lecker. Trotz zwei kleiner Speisen war ich überraschenderweise doch gesättigt, was aber auch daran lag, dass mein Körper in dieser Woche echt auf Sparflamme lief & einfach nix brauchte. Der Rohkostkuchen (links unten) geht also nicht auf mein Konto :) Dafür durfte ich aber kosten, und war durchaus positiv überrascht. Rohen Kuchen können sie also :)

Ihr seht also, so ganz war ich nicht vom loVeg überzeugt, und leider ging es meinen Freunden genauso. Zu kleine Portionen für etwas zu viel Geld. Für den Shrimpssalat haben wir nämlich auch schon mal 6 Euro berappt, was vielleicht für den ein oder anderen nicht viel sein mag, aber für Prager Verhältnisse schon sehr hoch ist. Alles in Allem war das wohl unser letzter Besuch im loVeg. Wer aber mal als Veganer traditionellere tschechische Küche in Prag austesten möchte, ist hier auf jeden Fall nicht falsch. Merkt euch nur: der Anstieg zum Restaurant ist genauso hoch wie die Preise :)

LoVeg
Nerudova 36
Praha 1 – Malá strana

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag von 11:30 – 22:00 Uhr

Telefon: +420 702 901 060
E-Mail: info@loveg.cz
Facebook

Processed with MoldivDurchweg positiv wurde ich aber am Abend nach dem loVeg überzeugt. Während unsere Gruppe sich aufteilte und die einen ins Clear Head pilgerten, hatte einige von uns dieses Jahr genug von Algensalat und versuchten uns lieber im Secret of Raw an rohköstlichen Leckereien.

Und ich sage euch, das war eine gute Entscheidung. Rohköstlich Essen gehen ist nämlich nochmal ganz was anderes als es selbst zubereiten zu müssen. Bisher habe ich ja nur in die Kunst des Nicht-über-42-Grad-Celsius-Erhitzens hinein geschnuppert, ein paar Zucchini-Nudeln gezaubert und ab und zu mal einen Rohkostkuchen “jebacken” – aber so richtiges High-Class-Rohkost-Essen ist mir noch nicht vergönnt gewesen.

Umso besser, dass das Secret of Raw auch sogenannte “Tasting plates ‘The best of Secret of raw'” für eine oder auch 2 Personen gibt – eine Service der eigentlich in jedes coole Restaurant gehört, damit man sich mal ordentlich durchtesten kann. Gesagt getan, also entschied man sich für den Probierteller und einen herrlich lecker klingenden “Cocoa pancake filled with chocolate cream and nut granola” zum Mitnehmen. Auch ansonsten klingt die Karte einfach zu reinlegen :)

Unser To-Go-Paket kam schneller als erwartet, was natürlich bei Rohkost auch nicht ganz verwunderlich ist, und auch vom Preis war das Essen mehr als im Rahmen (grober Umrechnungskurs: 1 € = 25 CZK). UND ES HAT SO GUT GESCHMECKT :D Ja, ich bin nicht der Überfan, was Rohkost anbelangt, was größtenteils mit der Verwendung von roher Zucchini zu tun hat, die ich echt nicht mehr geheuer ist, ABER die rohe Pizza & auch die Rohkost-Quiche des Probiertellers waren unheimlich gut und wirklich klasse kombiniert. Absolutes Highlight war natürlich der rohe Pancake mit einer so schokoladigen Schokosoße, wie ich sie noch nie im Leben gegessen habe – Wahnsinn & das nächste Mal gerne wieder.

Also, Kinners, wer Rohkost auf hohem Niveau schlemmen möchte, ist im Secret of Raw bestens aufgehoben. Beim nächsten Besuch im Prag werde ich hier auf jeden Fall wieder vorbei schauen :) (Außerdem ist das Restaurant nur einen Katzensprung von unserer Pension entfernt :D)

Secret of Raw
Seifertova 13
130 00 Praha 3

Karte

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag 11:00 – 22:00 Uhr
August 2014 -> Montag bis Samstag 11:00 – 22:00 Uhr (So geschlossen)

Telefon: +420 222 513 258
E-Mail: info@secretofraw.cz
Facebook

Not all who wander are lost – Prag 2014

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1. – 4. Tim Burton Ausstellung in Prag, 5. & 6. doofe Touribilder aus Prag, 7. Mein Himmel: Reeses Peanut Butter Cup Oreo Kekse, 8. & 9. leckeres Essen im LoVeg

BÄM! J.R.R., mein Held!

Hi Fellas,

da bin ich wieder! Mein kleiner, aber feiner Kurzurlaub in Prag und auf dem Fluff Fest sind nun schon gut eine Woche alt, deshalb war es an der Zeit, die Tage Revue passieren zulassen und euch ein paar Bilder zu zeigen.

Wer sich erinnert, vor so ziemlich genau einem Jahr habe ich bereits die gleiche Tour gemacht, damals sind wir allerdings erst ein paar Tage nach Prag gefahren und dann zum Fluff Fest. Dieses Mal war es genau umgekehrt und ich kann euch gar nicht sagen, wie viel entspannter es war. So ein Festival hat es eben in sich.

Doch bevor ich weiter ins Detail gehe – und übrigens in genau 4 Monaten ist Nikolaus O: – möchte ich euch diesen kleinen Film hier ans Herz legen, der dass Fluff 2014 nochmal in seiner vollen Schön(- und Regen)heit zusammengefasst hat :)

Film ab!

Wie es der Zufall so wollte, waren gleich mehrere Blogs, die ich regelmäßig lese auch auf dem Fluff Fest. Zum einen natürlich die wundervolle Jasmin von Baking The Law, mit der ich kurz vor knapp noch auf Pensionsexpedition gegangen bin, sie aber leider unter den Massen (und dank meines Matschauges) nicht auf dem Gelände finden konnte :/ Dafür hatte sie über das Wochenende eine idyllische Bleibe gefunden mit allerhand Tier & Co. :) Wo und wie und warum + das Rezept für einen fluffigen Apfelkuchen lest ihr hier.

Weniger Kuchen, aber dafür mehr grandiose Musik & Bilder zeigen die Jungs & Mädels vom XCLUSIVX Fanzine. Hier findet ihr neben Konzertberichten, Interviews und LP-/EP-/Tape-Reviews natürlich auch noch jede Menge fluffiges Bildmaterial :)

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1. glutenfreies Sandwich im Moment, 2. Tofu-Rührei-Bagel im Moment, 3. Schokopancakes & Obst im Moment, 4. von allem etwas im Country Life, 5. delikater Rohkostpancake mit Schokoladensoße aus dem Secret of Raw, 6. rohköstlicher Matcha?kuchen aus dem Loving Hut

Nach 4 Tagen Festival hieß es natürlich keinesfalls ausspannen, sondern weiter kräftig in die Pedalen treten – schließlich musste ja irgendwer die neuen veganen Futterhäuser in der Stadt an der Moldau testen :)

Neben dem LoVeg & dem Secret of Raw, die wir beide neu angetestet haben, wurden aber natürlich auch die alten & geliebten Hasen wie das Country Life, der Loving Hut & das Moment Cafe besucht und auf neue Speisen hin inspiziert. Ein paar Eindrücke in nicht ganz so optimaler Qualität (Ich hatte leider nur das iPad mit.), habe ich euch oben mal zusammengebastelt. Es war wie gewohnt ein richtig guter Schmaus – vor allem das Moment hat seit unserem letzten Besuch nochmal ordentlich an Gerichten zugelegt und bezaubert jetzt mit Tofu-Rührei-Bagels, schokoladigen Pancakes und glutenfreien Sandwiches zum Frühstück.

Zum LoVeg & den Secret of Raw werde ich nochmal einen extra Post schreiben, damit ihr nochmal alle wichtigen Infos und Eindrücke zusammen habt.

Bis dahin, sage ich erstmal Cheerio! Und wir lesen uns zu den Halbjahresfavoriten bzw. Mai/Juni/Juli-Favoriten wieder :D

Süße Sonntagsgrüße: vegane Nougat Sahne Eiscreme

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Nougat_Eis_1Eis? Eis, Baby!

Yes, der Sommer hat in den letzten Tagen nochmal so richtig gezeigt, was er drauf hat & deshalb wurde es auch bei mir Zeit mal wieder die “Eismaschine” anzuwerfen – und damit meine ich meinen gutes, altes DDR-Handrührgerät. Denn wenn ich mich in dieser Jahreszeit für etwas entscheiden muss, dann ist es in der eigenen Bude chillen (major Heuschnupfen & Pollenallergie) & leckere Eiscreme schlecken.

Da mir allerdings die fancy italienische Eismaschine fehlt, um nun wirklich jede gefrorene Spezialität in einen erstklassigen und cremigen Zustand zu versetzten, muss ich wohl oder übel auf Trick 17 zurückgreifen und selbst das Rührgerät schwingen :)

Gesagt getan. Herausgekommen ist – und das nur mit der Hilfe von 2 Zutaten – ein wunderbar cremiges Sahne Nougat Eis, das sogar größte Nougatkritiker wie den Loverboy (Versteh einer diese Menschen. Tztz.) zum Fan gemacht hat.

Nougat_Eis_3vegane Nougat Sahne Eis
(für 12 kleine Eisformen bzw. 6-8 große Formen)

300ml aufschlagbare, vegane Sahne (z. B. die Kokossahne von Soyatoo!)
125g veganes Nougat (z. B. von RUF das Nuss-Nougat dunkel)

optional: vegane Schokolade zum Verzieren

1. Schnappt euch die vegane Sahne und schlagt sie mit einem Handrührgerät ein paar Minuten (4-5min) auf und stellt sie anschließend in den Kühlschrank. Wer mag, kann auch noch ein paar Tütchen Sahnesteif verwenden. Bei der Soyatoo! Kokossahne braucht man das allerdings nicht unbedingt.
2. Jetzt das Nougat in eine kleine Schüssel geben und entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle so lange schmelzen bis es schön flüssig ist. Vorsicht! Das Nougat sollte nicht kochendheiß über die Sahne gegeben werden, also vor dem nächsten Schritt noch ein wenig abkühlen lassen.
3. Wenn das Nougat ein wenig runtergekühlt, aber dennoch flüssig ist, holt ihr die Sahne aus dem Kühlschrank und rührt das Nougat Schritt für Schritt mit Hilfe des Rührgerät unter die Sahne. Achtet dabei darauf, dass sich keine Klumpen bilden.
4. Zu guter Letzt füllt ihr die Nougat Sahne in eure Eisförmchen, klopf ein paar Mal damit auf die Tischplatte, damit eventuelle Luftblasen aus der Masse verschwinden und stellt die Förmchen dann mindestens 8 Stunden oder über Nacht in den Tiefkühlschrank.

Wer mag, kann das Eis dann am nächsten Tag mit Schokolade verzieren. Nehmt dafür am besten immer nur ein Eis aus dem Tiefkühler, damit euch die anderen nicht wegschmelzen :)

Tipps & Tricks

- bei den Sahnen von Soyatoo! würde ich euch nur die Kokossahne & die Sojasahne für das Eis empfehlen. Die Sahne auf Reisbasis ist mir leider immer zu flüssig gewesen, da bin ich mir nicht sicher, ob sie der ganzen Prozedur standhalten würde
– ansonsten kann ich euch die veganen Sahnen von Natumi CreSoy und von Schlagfix empfehlen
– meine Eisförmenchen sind diese Kleinen hier von Ikea

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Ein Käse kommt selten allein – Pizza Waffeln x veganen Käse von Violife

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Pizza-Waffeln_1Hossa zusammen :) Die kleine Blogpause ist beendet – ich bin endlich aus der Fußball-WM-Starre erwacht & kann euch nun wieder mit leckeren, veganen Rezepten verköstigen! Und ja, ich bin ein wenig traurig, dass nun 4 Wochen voller Spiel, Spaß & Spannung vorbei sein, doch letzten Endes ist alles genau so gekommen, wie ich es mir – zumindest  für die Niederlande – gewünscht habe :)

Ok, genug der Rede über Fußball, wir sind ja zum Essen hier. Da das altbekannte, schnelle & fettige Essen meinen Lebensalltag in den letzten Wochen so ein bisschen gestaltet hat, mussten natürlich auch neue, kreative Wege gefunden werden, um von den ewig gleichen Pommes & Bugern ein paar Meter Abstand zu halten. In solchen Fällen bietet sich immer ein Blick auf diverse Pinterest-Boards an. Unter den tausendmillionen Rezepten und Inspirationsposts findet man auch immer wieder coole Step-by-Step-Tutorials zu wirklich abgedrehte Zubereitungsarten, auf die man im Normalfall wahrscheinlich niemals gekommen wäre.

So zum Beispiel diese vorzüglichen & unbedingt nachahmenswerten Pizza Waffeln, die ich auf dem Blog von Inspired Craft Ideas gefunden habe:

Genial, oder?

Als ich das Bild gesehen habe, konnte ich auch einfach nicht widerstehen & musste die Waffeln gleich ausprobieren. Zu meinen Glück darf ich gerade den eine Horde an veganem Käse testen. Und mit einer Horde, meine ich ein Horden. Letzte Woche trudelte nämlich ein dickes Paket von der Boutique-Vegan bei mir ein. (Wer diesen Online-Shop noch nicht kennt, sollte das ganz dringend nachholen!!) Mit dabei sage und schreibe 2 kg feinste Käsealternativen von Violife. Klar natürlich, dass ich mir gleich mal den Violife Creamy Chilli Streichkäse und die Violife Scheiben Pizza geschnappt habe.Violife_1 Während der Streichkäse mit ein wenig veganem Thunfisch sowie Sojasahne & Tomatenmark zu einer leckeren Paste verrührt wurde, habe ich den Scheibenkäse in kleine Stücke geteilt und anschließend mit der Thunfisch-Käse-Creme in das aufgeschnittene Dosenbrötchen gegeben. (Vegane Varianten gibt’s im Kühlregal: z. B. bei Kaufland und Edeka jeweils von der Eigenmarke – checkt aber vorsichtshalber nochmal die Zutatenliste)

Dann alles gut verschlossen und rauf auf’s Waffeleisen. Fest runterdrücken und gute 3-4 warten, dann sind die Pizza Waffeln kross und der Käse schön geschmolzen.

Natürlich habt ihr die Freiheit, einfach alles, was ihr gerne mögt in die Waffeln reinzustopfen. Ob süß oder herzhaft, es ist wirklich völlig egal, solange ich neutrale Brötchen nehmt und nicht zu viel Füllung, sonst quillt alles an der Seite heraus und pappt euch im Waffeleisen an – und das will keiner ;)

Pizza-Waffeln_2 Violife_2Zum Violife Käse kann ich euch nach meinem kleinen Test, und der dazugehörigen Nascherei schon soviel sagen: er ist einfach unglaublich lecker. Ich bin nun wirklich kein Fan von scharfen Gerichten oder Dingen, die auch nur im Entferntesten mit Chilli in Berührung kommen, aber die Cremigkeit und dieser sahnige Geschmack des Streichkäses haben mich wirklich dazu gebracht, dass ich in der Nacht heimlich aus dem Bett schleiche, um mir eine Schreibe Käsebrot zu schmieren :) Genauso verhält es sich auch mit dem Violife Scheibenkäse: wo Pizza drauf steht, ist auch Pizza drin, zumindest in dem Sinne, dass er eine super Schmelzeigenschaft aufweist und er den Pizza Waffeln das gewisse Extra hinzufügt!

Jep, scheint als ob ich meine neue Lieblingskäsemarke schon gefunden hätte – aber da man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte, werde ich mich wohl wie eine Maus auch in den kommenden Wochen noch durch meinen Käsevorrat futtern und euch weiter fleißig darüber berichten.

Beware of the Käserezepte!!

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Süße Sonntagsgrüße aus Holland: vegan Roze Koeken – Kekse, Kekse, Kekse!!

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Süß, süßer, Roze Koeken!

Nachdem mir langsam, aber sicher die Ideen für die Süßen Sonntagsgrüße aus Holland ausgegangen sind, kam vergangene Woche zum Glück die liebe Simone zu meiner Rettung. Dank ihres zauberhaften Kommentars befanden sich innerhalb kürzester Zeit gleich 3 neue holländische Süßwaren auf meiner “let’s veganize”-Liste: Roze Koeken, Mergpijpen & Bitterkoekjes. Erstere mussten natürlich sofort für heute ausprobiert werden :)  Tausend Danke, Simone

Bildschirmfoto 2014-07-06 um 13.50.38Roze Koeken sind kleine Kekse aus Rührkuchenteig, die – und jetzt wisst ihr auch, warum sie “roze” heißen – mit rosafarbenen Fondant überzogen werden. Wie die Tompoes werden auch die Roze Koeken an wichtigen Spieltagen der holländischen Fußballnationalmannschaft in orangefarbenem Gewand verkauft.

So, einen holländischen Sonntag haben wir hoffentlich noch vor uns! Falls ihr noch ein, zwei oder drei süße Sachen aus den Niederlanden kennt, die ich für euch unbedingt veganisieren muss, dann zögert nicht eure Vorschläge in die Kommentare zu teilen :) Ich freu mich immer auf euer Feedback & verrückte Vorschläge. In diesem Sinne – smakelijk!

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vegan Roze Koeken
(inspiriert von Suzette und ihrem wundervollen Blog Wat Maakt Suzette.nu)

225g Mehl
2 TL Backpulver
150g Zucker
1/4 TL Vanille
1 Prise  Salz

150ml Pflanzenmilch
60ml Öl
60ml Pflanzensahne (z. B. von Alpro)

100g weißes Fondant

rote Lebensmittelfarbe (vegane gibt’s von Wilton)

1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.
2. In einer großen Schüssel zunächst alle trockenen Zutaten vermischen (Mehl, Zucker, Backpulver, Vanille & Salz) und anschließend die nassen Zutaten (Milch, Öl & Sahne) step by step hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
3. 1-2 EL des Teigs in eine eingefettete Muffinform geben und anschließend im Ofen für 25min goldbraun backen.
4. In der Zwischenzeit das Fondant vorbereiten. Dafür die Masse weich kneten, eine Messerspitze vegane Lebensmittelfarbe hinzugeben und gut verkneten. Eine super schöne Anleitung mit Bildern findet ihr bei Shia auf Cake Invasion.
Danach rollt ihr das Fondant sehr dünn aus (2-3mm) und schneidet oder stecht runde Kreise aus, die der Größe eurer Kekse entsprechen.
5. Wenn die Kekse fertig gebacken sind, lasst ihr sie komplett auskühlen und schneidet anschließend die “Köpfe” ab, damit ihr eine gerade Fläche habt, auf die ihr das Fondant legen könnt.
6. Damit das Fondant auch gut auf euren Keksen hält, könnt ihr die obere Fläche der Kekse dünn mit eurer Lieblingsmarmelade bestreichen
und anschließend die ausgestochenen Fondantkreise drauflegen und festdrücken.

Und fertig sind die Roze Koeken :) Smakelijk!

Tipps
Ganz traditionell werden die Roze Koeken natürlich ohne Marmelade gebacken, allerdings hat mein uraltes Fondant nicht mehr so ohne weiteres auf den Keksen gehalten, weshalb mir die Idee kam, einfach ein bisschen Quittengelee darunter zu schmieren. Geklappt hat es auf jeden Fall & den Keksen geschadet hat es auch nicht :)
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Vegan Grillen mit Minzgrün – Sobanudelsalat mit Erdnussdressing & Tofu in Kokospanade

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Soba1Das war ja klar – sobald sich die Sonne rauskommt und uns endlich ein bisschen den Sommer spüren lässt, krauche auch ich wieder aus der Versenkung hervor :) Guten Morgen, meine lieben Grillfreunde, heute wird der Rost in Brand gesteckt!

Pünktlich, oder sollte ich lieber sagen kurz vor knapp, wollte ich euch noch an meinem grilltauglichen Kokosnuss Tofu & dem dazugehörigen, thailändisch angehauchten Sobanudelsalat teilhaben lassen. Ein Gericht, dass im Rahmen des Blogevents Veggie Grillen meines Leipziger Mädels Aileen entstand. Diese feiert nämlich in diesem Jahr ihren ersten Geburtstag mit ihrem wundervollen Blog Minzgrün (GLÜCKWUNSCH!!) & sucht passend dazu die besten veganen und vegetarischen Grillrezepte für ein fantastisches eMag.

Minzgruen.com Blogevent Veggiegrillen

Zwar bin ich nicht die Erste die begeisternd schreiend ihre Hände nach oben wirft, wenn es um Roster, Brädl & Co. geht, doch was einen Grillabend noch ganz erträglich macht, sind vor allem die Salate. Deshalb habe ich mich für einen Klassiker am Grillbuffet entscheiden: den Nudelsalat. Aber nicht irgendeinen Nudelsalat, sondern eine leicht thailändische Variante mit Sobanudeln, Zuckerschoten und reichlich Sesam. Dazu kommt geschmeidiger Tofu mit einer knusprigen Panade aus Kokosnussraspeln auf den Grill. Herrlich! So kann auch ich mir ein gepflegtes Grillspektakel vorstellen :) Ich hoffe, es gefällt euch!

Soba2Sobanudelsalat
(für 3-4 Personen)

200g Sobanudeln
2 Karotten200g Zuckerschoten
100g Erbsen (frisch oder TK)
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Hand voll frischer Koriander
30g Sesam

Erdnussdressing

5 EL Tamari oder andere Sojasoße (hell)
2 EL geröstetes Sesamöl
1/2 EL Reisessig
1 EL Erdnussmus
1 EL Agavendicksaft
1 TL frischen Ingwer (gerieben)
Salz & Pfeffer zum Abschmecken

1. Gemüse schnibbeln: Schält die Karotten in schneidet sie in ca. 5 cm lange dünne Streifen. Wascht die Schoten und schneidet sie in zwei oder drei Hälften. Hackt die Frühlingszwiebeln und den frischen Koriander und gebt alles zusammen mit dem (aufgetauten) Erbsen in eine große Schüssel.
2. In einem kleinen Topf bringt ihr Wasser zum Kochen und gart anschließend darin die Sobanudeln für 3-4min. Sobald sie fertig gekocht sind, gießt ihr das Wasser ab und spült die Nudeln mit reichlich kaltem Wasser aus. So werden die Nudeln nicht nur runtergekühlt, sie kleben auch anschließend nicht mehr aneinander.
3. Nachdem die Sobanudeln auch in der Salatschüssel gelandet sind, bereitet ihr jetzt das Erdnussdressing vor in dem ihr alle Zutaten in einem kleinen Gefäß gut miteinander verrührt und es anschließend über den Salat gebt. Alles schön vermischen, den Sesam hinzugeben und wenn ihr mögt, nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig!

Kokosnuss Tofu

400 g Tofu (ich kauf immer diesen Tofu im Asiamarkt.
1 Limette
100 g Sojasahne (z. B. von Alpro)
2 TL Mehl
1 TL Currypulver

ca. 100g Kokosraspeln zum Panieren
Erdnuss- oder Kokosöl zum Braten

 1. Den Tofu in ca. 1,5cm dicke Scheiben schneiden und mit Küchenpapier gut trocken tupfen. Anschließend den Tofu gut mit Limettensaft beträufel, mit Salz und Pfeffer bestreuen und alles gut einreiben. Zugedeckt ca. 30min marinieren.
2. Die Sojasahne mit Mehl und Currypulver vermischen. Die Kokosraspel auf einen Teller schütten.
3. Jetzt kommen wir zum Panieren. Erst werden die Tofuscheiben durch den Soja-Curryteig gezogen und dann von allen Seiten fest in die Kokosraspel gedückt.
4. Zum Schluss die Tofuscheiben im heißen Öl bei mittlerer Hitze in 5-6 Min. rundum knusprig braten und anschließend auf Küchenpapier ausfetten lassen.  Lasst es euch schmecken :)

Süße Sonntagsgrüße aus Holland: vegan Tompoes – veganer Tompouce

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Tompoes__1Kennt ihr das?

Ihr habt ein fabelhaftes Rezept, dass einfach göttlich schmeckt, aber egal, wir ihr euren Teller dreht und wendet – und egal wie gut oder schlecht das Licht ist – euer Gericht sieht immer aus wie ein unschöner Klumpen “Bläääh”?

Falls ja, dann könnt ihr zumindest genau nachvollziehen, wie es mir heute morgen erging, als ich diese zuckersüßen Tompouce gebacken habe. Diese typisch holländische Leckerei sieht zwar – zumindest in meinem Fall – nicht wirklich hübsch & foodbloggeresk aus, dafür schmeckt sie aber umso besser. Und sind wir mal ehrlich, in vielen Fällen schmecken die nicht so perfekt aussehenden Sachen viel besser, oder? ;)

Doofe Fotos hin oder her, heute ist ein wichtiger Tag für viele Niederländer, insbesondere natürlich für diejenigen, die auf Fußball stehen. Und genau an solchen Tagen werden die leckeren Puddingcremeschnitten in der Nationalfarbe der Holländer verziert: orange!

Also, wer heute noch einen süßen Snack zum Spiel gegen Mexiko braucht, ist mit diesen feinen Schnittchen gut beraten. Ich verkrümel mich jetzt auf meine Couch & hoffe, dass die Bauchschmerzen, die ich vor Aufregung seit heute morgen habe, bald gelindert werden :)

Tompoes_2

vegan Tompoes

  • Servings: 9
  • Zeit: 1 Stunde
  • Difficulty: normal
  • Drucken

1 Packung veganer Blätterteig (450g – 6 Platten)

500ml Pflanzenmilch (am besten Hafermilch – warum, liest du hier)
2 Päckchen Vanille-Puddingpulver (z. B. von RUF)
5 EL Zucker
150g vegane Margarine (z. B. von Alsan)

Zuckerglasur
Puderzucker
Pflanzenmilch
rote Lebensmittelfarbe (WICHTIG! Paste verwenden, keine Flüssigfarbe – sehr gute vegane Farbe gibt’s von Wilton)

1. Pudding kochen. Dazu die Margarine & 450ml Milch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die restlichen 50ml Milch verrührt ihr zusammen mit dem Puddingspulver und dem Zucker in einer separaten Schüssel, bis alles gut vermischt ist & keine Klumpem mehr zu sehen sind.
2. Wenn die Milch kocht, gebt ihr zügig die Puddingpulvermischung hinzu und rührt bis eine sahnig-feste Masse entsteht. Nehmt den Topf vom Herd & gebt den Pudding in eine gekühlt Schüssel. Damit sich keine Haut auf dem Pudding bildet, schnappt ihr euch eine Klarsichtfolie und legt sie direkt auf die Puddingoberfläche. Danach muss der Pudding komplett auskühlen, damit er fest wird.

3. Wenn ihr tiefgekühlte Blätterteig verwendet, lasst diesen schon im Vorfeld auftauen und heizt euren Ofen auf 200 °C vor.
4. Legt ein Backblech mit Backpapier aus und stecht mit einer Gabel viele kleine Löcher in den Blätterteig. Dadurch bäckt der Teig gleichmäßiger.
5. Schiebt die Platten jetzt für 5min in den vorgeheizten Ofen. Nachdem sie durchgebacken sind entfernt ihr so schnell und so vorsichtig wie möglich die oberste Schicht des aufgebackenen Blätterteigs und lasst die Platten anschließend gut auskühlen.

6. Jetzt bereitet ihr den Zuckerguss vor. Nehmt dafür 3 EL Puderzucker und fügt ca. 1,5 EL Pflanzenmilch hinzu. Gut verrühren und anschließend mit ein Minibisschen Lebensmittelfarbe – entweder orange oder rot – einfärben.
7. Nun werden die Tompoes zusammengebaut. Dafür schneidet ihr erst einmal alle Blätterteigplatten in 3 gleichgroße Rechtecke. Dann schnappt ihr euch eins davon und bestreicht es mit einer dicken Schicht Pudding. Anschließend kommt eine weiteres Blätterteigstück darauf (wie ein Sandwich). Dieses wird zum Schluss dick mit Zuckerguss bestrichen.

Und voilà - schon habt ihr eure eigene ganz traditionell-niederländische Köstlichkeit :) Da bleibt für mich nur noch eins zu sagen: Hup Holland Hup!!

Süße Sonntagsgrüße aus Holland: Vegan Gevulde Koeken – gefüllte vegane Mandelkekse

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Koeken_2Flohmärkte sind eine richtig gute Sache!

Nicht nur, dass man seinen ganzen Kram, alte Bücher & nie getragene Klamotten endlich aus dem Haus hat – man bekommt auch noch ein bisschen Fülle ins Portemonnaie. Schlecht nur, wenn man sich auf der anderen Seite des Verkaufstischs wiederfindet und statt der vollen Geldbörse eher ‘ne volle Einkaufstüte mit sich herum schleppt :)

Konsum hin oder her, ich mag Flohmärkte sehr gerne! Zum einen befriedigt es unheimlich das eigene schlechte Gewissen, da man sieht, dass andere Menschen in Hinsicht auf die Kleiderwahl ähnliche Fehler gemacht haben und zum anderen, da man als Gebrauchtwaren-Fan einige geniale Schnäppchen machen kann. Nur das frühe Aufstehen nervt.

Koeken_1Wie an jedem 3. Samstag im Monat, fand auch gestern wieder der Flohmarkt in Jena statt. Zu entdecken gab es auch diesmal wieder eine Menge und meine heimische Videothek wurde ordentlich mit den neusten Schätzen im VHS-Himmel aufgestockt.

Neben den üblichen Verdächtigen (BÄM! Was für eine Überleitung) wollte ich diesmal – in feinster Foodblogger-Manier – auch mal nach ein paar schönen Accessoires für kommende Foodshootings Ausschau halten. Das Angebot war in dem Sinne nicht wirklich groß, vor allem was Teller betrifft, aber dafür wanderte ein bisschen Besteck & ein schickes Silbertablett in dem Korb. Is ja immerhin aus was :)

Sowohl das Tablett als auch die neu erworbenen Löffelchen & dieses großartige, alte Buch über Mythologie wurden dann auch gleich für das Ablichten des heutige Rezept eingesetzt, das Marzipanfans wahrscheinlich ein kleines Leuchten in die Augen zaubert.

Denn auf unserer kleinen Hollandreise treffen wir heute auf diese zuckersüßen kleinen Kuchen. Gevulde Koeken, alsogefüllte Kuchen – werden sie genannt, und in ihrem Inneren beherbergen sie eine unheimlich leckere Füllung aus Marzipan. Damit erinnern sie mich extrem an meine Kindheit, denn wie jedes Leipziger Kind mit einem Marzipan-Tick, landeten auch bei mir die Leipziger Lerchen sehr sehr oft in der Bäckertüte.

Nun aber genug von meiner Schwäche für Marzipan & ab zum Rezept:

Koeken_4Vegan Gevulde Koeken
inspiriert von A Dutchie Baking

300g Mehl
200g vegane Margarine (Zimmertemperatur), z. B. Alsan
100g brauner Zucker
1TL Backpulver
1 EL Sojamehl + 2 EL Wasser vermischt
1 abgeriebene Zitronenschale (angespritzt)
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz

Marzipan Füllung:

200g Marzipanrohmasse
2 EL Kokoszucker oder Puderzucker
2-3 Tropen Bittermandelaroma
1 EL Wasser
optional: 2EL  Mandelsplitter

1. In einer Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, Zimt, Zitronenschale, Sojamehl/Wasser-Mixtur vermischen. Die Margarine hinzugeben & zu einem homogenen Teig verkneten.
2. Teig zu einer Kugel formen und – in Frischhaltefolie gewickelt – 60min im Kühlschrank ruhen lassen.
3. In der Zwischenzeit die Marzipanfüllung vorbereiten. Dafür alle Zutaten gut miteinander vermengen und in 9 gleichgroße Kugeln rollen.
4. Wenn der Teig fertig gekühlt ist, rollt ihr ihn auf einer bemehlten Fläche dünn aus (ungefähr 1/2cm dick) & stecht mit einem Glas oder einer kleinen Schüssel 18 Kreise aus. 9 davon kommen auf ein Backblech, auf das ihr zuvor Backpapier gelegt habt. Dann schnappt ihr euch eine der Marzipankugeln, drückt sie mit den Handinnenflächen breit & legt sie auf den ausgestochenen Kreis. Das Marzipan sollte ein wenig kleiner sein als der Teigkreis. Das macht ihr mit allen 9 Kugeln. Wenn ihr fertig seid, nehmt ihr die restlichen 9 ausgestochenen Kreise und legt sie vorsichtig auf den Marzipan. Anschließend drückt ihr die beiden Teigkreise gut zusammen, so dass das Marzipan im Inneren beim Backen nicht herauslaufen kann.
5. Wenn alle 9 Küchlein fertig sind, drückt ihr jeweils eine Mandel in den Teig & bestreicht sie mit etwas Pflanzenmilch. Danach kommen sie für 10-15min bei 200°C in den Ofen.
6. Nach dem Backen lasst ihr die gefüllten Kuchen am besten noch 1-2min auf dem Blech liegen, bevor sie dann auf einem Gitter komplett auskühlen.

Eet smakelijk!

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Süße Sonntagsgrüße aus Holland: vegan Limburgse perzikvlaai – veganer Pfirsichkuchen

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Limburgse-perzikvlaai_2Goedemorgen, meine Lieben!

Wie ihr schon an der Überschrift sehen könnt, steht heute alles im Zeichen unseres wunderwunderschönen Nachbarlands, den Niederlanden.

Im Rahmen der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft, die seit Donnerstag in Brasilien stattfindet, werde ich an den kommenden Sonntagen zu Ehren meiner Lieblingsmannschaft jeweils ein süßes Gericht aus dem Land der Tulpen für euch veganisieren. Klingt gut? Jap, seh ich auch so. Und keine Sorge, es dreht sich natürlich alles weiterhin ums Essen & nicht um Fußball :) Auch wenn jetzt wahrscheinlich einige Deutschlandfans den “entabonnieren”-Knopf drücken werden. Sorry I’m not sorry!

Van-Persie-ShirtGestartet wird heute mit einem sommerlichen Obstkuchen, dem sogenannten Limburgse Vlaai, was übersetzt soviel heißt wie Limburger Kuchen. Der Hefeteigkuchen wird je nach Saison mit verschiedenen Früchten & Beeren zubereitet und so munkelt man, niemals mit der Gabel gegessen. (Meine diente natürlich nur zur Dekoration :D)

Traditionell wird der Limburgse Vlaai zu Geburtstagen oder Beerdigungen gegessen. Da nun aber leider bzw. zum Glück keines der beiden Ereignisse an diesem Wochenende stattfand, musste ein unglaublicher Sieg gegen Titelverteidiger Spanien als Anlass ausreichen. Mir fehlen immernoch die Worte & realisiert habe ich es auch noch nicht ganz :)

Limburgse-perzikvlaai_1Da der Loverboy weniger gerne frische Beeren in seinem Vlaai vorfinden wollte, mussten stattdessen saftige Pfirsiche in den Kuchen, die ihn dann unweigerlich zum einem Perzikvlaai, also einem Pfirsichkuchen machten. Eine sehr gute Entscheidung, denn dadurch ist ein sommerliches Dessert entstanden, dass höchstwahrscheinlich auch im derzeitigen brasilianischen Winter noch einigermaßen essbar ist :)

Also, ab an das Kuchenflechtwerk & lasst euch die Kombination aus süßen Pudding, Hefeteig & frischen Früchten munden

Limburgse-perzikvlaai_3Limburgse perzikvlaai
(für eine 24cm große Backform)

250 g Weizenmehl (Typ 405)
7 g Trockenhefe
20 g pflanzliche Margarine + 1 TL zum Einfetten der Backform z.B. von Alsan
100ml Pflanzenmilch
2-3 EL Zucker
1 Prise Salz
3 EL Semmelbrösel

3 Pfirsiche
1 Prise Zimt

Vanille-Pudding
500ml Milch
1 Pkt Puddingpulver (Vanille)
3-4 EL (Rohr)zucker

1. Die Milch in einem kleinen Gefäß erwärmen (Mikrowelle o. Herd) und die Hefe hinein rühren. 10min stehen lassen. Vorsicht, die Milch darf nicht heiß sein, nur lauwarm.
2. In einer größeren Schüssel Mehl, Butter, Zucker und Salz kurz vermischen, die Milch-Hefe-Mischung langsam dazugeben und alles zu einem schönen fluffigen & nicht klebrigen Teig verkneten. Falls der Teig zu trocken ist, gebt noch ein wenig Milch (1El) hinzu.
3. Die Schüssel mit Folie oder einem Baumwolltuch abdecken und an einem warmen Ort für 60min ruhen lassen.
4. In der Zwischenzeit könnt ihr die Pfirsiche waschen, in dünner Scheiben schneiden und mit etwas Zimt würzen. Lagert sie am besten bis zum Belegen des Kuchens im Kühlschrank.
5. Jetzt gehts ans Kochen des Puddings. Dafür schnappt ihr euch ein Päckchen Vanille-Pudding und bereitet ihn nach Packungsbeilage zu. Schaut mal in Christians ultimativem veganen Puddingguide rein – dort findet ihr nochmal wichtige Hinweise zur Wahl der richtigen Pflanzenmilch.
6. Wenn der Teig geruht hat, knetet ihr ihn noch einmal schön durch bis er geschmeidig ist & teilt in anschließend in 2 ungleichgroße Teile (2/3 für den Boden & 1/3 für die Kuchendecke). Rollt zunächst den Teig für den Boden dünn aus und kleidet damit eure Backform, die ihr vorher mit Margarine & Semmelbröseln ausgekleidet habt.
7. Nachdem der Teig gut festgedrückt ist (Boden & Rand), streicht ihr als ersten dem Boden mit Pudding ein. Schaut mal, wie viel Pudding ihr in den Kuchen haben möchtet, ich habe zum Beispiel nicht ganz 500ml gebraucht. Anschließend kommen die Pfirsichscheiben darauf und werden verteilt.
8. Jetzt kommt der andere Teil des Teigs an die Reihe. Rollt diesen ebenfalls auf die Größe der Backform aus und schneidet den Teig in daumenbreite Streifen schneiden. Eine genaue Anleitung mit Bildern für das Gittermuster findet ihr auf dieser Seite.
9. Wenn der Vlaai fertig verziert ist, streicht ihr das Gitter noch mit etwas Pflanzenmilch ein. Dannach kommt er bei 200°C Ober- und Unterhitze für 20min in den Ofen. Danach gut abkühlen lassen, aus der Form befreien und ganz ganz schnell verspeisen :) Lasst es euch schmecken!

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