Kulinarische Meisterleistungen – Das Zest in Leipzig

Nach meiner kleinen, krankheitsbedingten Abstinenz vom Blogger-Geschehen, kommt heute der vielleicht nicht lang ersehnte, aber zumindest sehr appetitlich aussehende Bericht zu dem Urgestein der veganen Küche in Leipzig, das Zest. Mittlerweile hat es sich ja schon herumgesprochen, dass im Zest, das mit Abstand beste vegane Essen Leipzigs serviert wird, zumindest, was den kulinarisch-experimentell freudigen Gast anbelangt. Und experimentell beschreibt es wohl am Genausten. Fast jedes Gericht auf der Speisekarte strotzt nur so von gewagten Kombinationen, dekadenten Zutaten und Essenzen.

Im Grunde ist das Zest, die perfekte Abrundung für einen gelungenen Leipzig Besuch.  Die Atmosphäre ist sehr angenehm & familiär, auch da man bei einigen Sitzgelegenheiten sehr nah aneinander sitzt. So hat man mit den anderen Gästen spätestens beim gegenseitigen Bestaunen der Vorspeise Freundschaft geschlossen :)

Preislich gesehen, liegen die Speisen absolut im Rahmen und können auch von Studenten bezahlt werden. Die Vorspeisen liegen zwischen 6 und 8 Euro, während die Hautgerichte für 10-16 Euro zu haben sind. Zwar mögen die Portionsgrößen einen nicht allzu sättigenden Anblick bereiten, aber ich versichere euch, eine Vorspeise und ein Hautgericht machen selbst den hungrigsten Menschen satt. Und wenn nicht, das Angebot an Desserts ist genauso phänomenal.

Die Karte wird saisonal aktualisiert. Da wir (Juli + Loverboy + Juli’s Mum) am zweiten Weihnachtfeiertag zu Gast waren, konnten wir die guten Winter- & Weihnachtsleckerein genießen. (Die Karte ist, im Übrigen immer noch aktuell und kann, samt Preisen im Internet einsehbar sind.)

Drinks

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Juli: Granatapfel-Apfel-Zimt-Smoothie (aus frischem Granatapfelsaft, Apfel, Grenadine, Orangensaft, Zimt – schmeckt wie Weihnachten im Glas, hmmm..)

Loverboy’s liebste Limonade: Kumquat-Sternanis-Limonade (im Hintergrund)

Vorspeisen

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Juli’s Mami: Kürbis-Minz-Sojajoghurt-Muffin / Pomelo-Salat, Feigen-Senf-Sauce (sehr lecker!!)

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Loverboy: Mezzelune, gefüllt mit veganem Blauschimmelkäse und getrockneten Tomaten / Steinpilz-Balsamessig-Essenz / Kerbel-Basilikum-Salat (Der Blauschimmel- käse ist wundervoll, richtig käsig. Da fragt man sich wirklich, wie die das so hin bekommen)

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Juli: Feldsalat mit sherryessigsaurem Wintergemüse, gerösteten Pekannüssen, Topinamburchips und Marillenkernöl (ich liebe Pekannüsse, leider bekommt man die hier so schwer)

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Juli: nochmal Mezzelune, gefüllt mit veganem Blauschimmelkäse und getrockneten Tomaten / Steinpilz-Balsamessig-Essenz / Kerbel-Basilikum-Salat (Wenn mir kein Hauptgericht zusagt, dann esse ich immer zwei Vorspeisen, und bin danach auch ganz ordentlich satt)

Hauptgerichte

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Loverboy: Röstkartoffeln und Kräuterseitlinge in Brickteig / Kohlrabi und Apfel in Sesamsauce / warmer Salat aus Mograbieh-Couscous, Favabohnen, Babymangold, geröstetem Knoblauch und Pistazien-Minz-Pesto

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Juli’s Mum: Spaghetti in Lakudia-Olivenöl / gerösteter Knoblauch / gebackene Peperoni / Basilikum und Rauchpaprika-»Mozzarella«-Bällchen

Desserts

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Juli’s Mum: Cannoli mit weißer Schokoladen-Espresso-Ganache / Griottines und Zimtschlagsahne (Die Sahne war unheimlich sättigend und schwer, leider nicht ganz so meins, aber ich hab ja auch nur gekostet)

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Juli: Paranuß-Karotten-Marzipan-Kuchen mit Abatesorbet (Wohoho, sehr lecker , aber genauso sättigend. Abate ist im Übrigen eine Birnensorte.)

Den Loverboy konnte man an diesem Abend leider zu keinem Dessert mehr bewegen. Er war noch pappen satt von seiner Brickteigrolle :)

Wie ihr sicher gemerkt habt, kann ich euch das Zest nur wärmsten ans Herz legen. Bisher hat es mich noch nie im Stich gelassen :)
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Das Zest findet ihr in leipziger Stadtteil Connewitz, genau genommen hier:
Bornaische Straße 54
04277 Leipzig

Öffnungszeiten:
täglich, außer Dienstag
ab 11 Uhr

Ihr sollte auf alle Fälle reservieren, da die Plätze sehr begehrt sind. Die Telefonnummer dafür, sowie alle weiteren Infos findet ihr auf der Homepage.

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19 Gedanken zu “Kulinarische Meisterleistungen – Das Zest in Leipzig

  1. Janine schreibt:

    Ohne Zweifel klingt es nach genialen Kreationen, aber irgendwie auch bisschen „schickimicki“, ohne jemandem auf die Füße treten zu wollen. Ich kenne so Gourmetrestaurants nur all zu gut durch meine Eltern und das war und ist mir immer noch ein Greuel. Da gibt es Gäste die finden dann immer ein Haar in der Suppe. Hoffen wir, dass es nicht der sonstigen Athmosphäre entspricht, denn das Zest wollte ich eigentlich gern mal testen.
    Ihr hattet ja aber offensichtlich einen schönen Abend. Danke, für deinen ausführlichen Bericht.
    Wünsch dir noch ein schönes Wochenende.

    Nini

  2. Lea schreibt:

    leipzig kommt dieses jahr auhc nochmal dran (hab ich meinem freund zu weihnachten geschickt) mal schauen ob wir es noch schaffen da auch hin zu gehen

  3. Zehlendorfmädchen schreibt:

    Da MUSS ich unbedingt hin, wenn ich auf der Buchmesse bin. Leider schaffe ich es dieses Jahr wohl nicht, komme aber vielleicht ja auch mal unabhängig davon hin. Sieht auf jeden Fall sehr, sehr gut aus.

  4. Maike schreibt:

    Huhu, ich nochmal. : )
    Ich schäme mich ja ein bisschen, dass ich im Zest bisher nur einen Kaffee getrunken habe, eigentlich saß ich auch nur davor, obwohl ich keine 20 Meter davon entfernt wohne. Ähäm, ja. Du hast recht, die Preise sind eigentlich gar nich so horent; ist sicher nix für jeden Tag, aber dafür, dass mir beim Lesen der Karte immer der Vorfreudesabber läuft und mein Hirn kreative Ideen entwickelt, sollte ich vielleicht einfach mal hingehen. Plan für April- Zest besuchen und ganz viel essen! : )
    Und was die Atmosphäre betrifft- ich finde, so durchs Fenster betrachtet, sieht es kein bisschen schikimicki aus, das passt ja auch gar nich zu C-witz und Leipzig. Eine kreative Küche muss ja zum Glück nich gleich verwöhnte und stinkreiche Gäste bedeuten, ne? Nur für die, die sich das gefragt haben. : )
    Ach ja, und irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass ich die Hochzeitenden mit dem veganen Buffet schon mal in hiesigen Kneipen gesehen habe… Mhm… vielleicht irre ich mich auch.
    Gut, das wars vorerst von mir. Grüße und Wärme und so! : ) Maike

    • foodsandeverything schreibt:

      Geb ich dir vollkommen recht. Schikimicki in Connewitz is nich, das findet man ja zu Hauf vor dem Kreuz ;D
      Was meinst du denn mit den „Hochzeitenden mit dem veganen Buffet“? Hab ich mal wieder aus versehen Menschen auf meinen Bildern abgelichtet :)

      • Maike schreibt:

        Nein, nein, keine Sorge. Ich habe bloß manchmal verquere Ideen und da ich weiß, dass hiesige Barbesitzer/ Barkeeper letztes Jahr geheiratet haben und ich mir vorstellen könnte (ohne sie zu kennen), dass sie vegan leben, da kam ich eben auf die Idee, dass du die kennst. Ach, verwirrend, wa? : ) Lassen wir es gut sein, hihi.

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