Ostern in aller Munde – Teil 2: zweierlei gefüllte Schokoeier

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Wuhu, heute gibt es den zweiten Teil meiner Mini-Osterrezepte-Serie und wie euch das Titelbild schon verspricht, gibt es Schoko-Ostereier, was auch sonst –  schließlich gehören diese süßen knackigen Happen in jedes Osternest. Als ich noch aktiv auf der Suche nach den schön bedruckten DDR-Papp-Ostereiern war, gehörten die kleinen ungefüllten Schokoeier im Glanzpapier immer zu meinen Favoriten. Doch je älter ich wurde, desto größer wurden auch meine Ansprüche an die Schokoladenindustrie. Cremig gefüllt mussten die Süßigkeiten jetzt sein (haha, wie das wieder klingt, da könnte man auch sonst was denken), am besten mit allerhand exotischen Geschmacksrichtung. Zwei, nicht ganz sooo exotische, aber dafür äußerst schmackhafte und vor allem „juli-like“ Schokoei-Varianten stelle ich euch heute vor.

Für einen schönen Kontrast auf der dunklen Schokolade sorgte im übrigen die köstliche, und geschmacklich treffendste Ausgabe der veganen weißen Schokolade – weiße Schakalode von Vantastic Foods. Nachdem schon der Loverboy von ihr geschwärmt hatte, sie aber für den horenden Preis von 3,49 Euro für 100g die nächsten Jahre lieber im Regal stehen lässt, wollte ich sie auch endlich mal selbst kosten und bin vom Geschmack restlos begeistert. Ich, die sich zu jedem Fest immer die weiße Ausgabe der Weihnachtsmänner, Osterhasen und Nikoläuse schenken lassen hat, kann definitiv keinen Unterschied zum Milchprodukt feststellen. Gut gemacht, Vantastic Foods! Aber anhand der Inhaltsstoffe ist der Preis mehr als fragwürdig :/

Nichts desto trotz, eignete sie sich sehr gut als Verzierung meiner Ostereier. Das Schmelzen im Wasserbad ging ohne Probleme & für den Loverboy ist auch noch mehr als eine halbe Tafel zum Vernaschen da :)

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Nun aber zum eigentlichen „Rezept“ für die Schokoeier. Als Zutaten benötigt ihr zunächst ausreichend (z.B. 100g) vegane Schokolade, die ihr zusammen mit 1EL Kokosöl in einem Wasserbad schmelzen lasst (die Schokolade nie über 50°C erhitzen). Dann schnappt ihr euch eine Pralinenform für Ostereier oder wie in meinem Fall, kleine bzw. große Plastik-Ostereier (die man z.B. an einen Strauß hängen kann) und scheidet sie in zwei Hälften. Dann gebt ihr in eine Hälfte etwas geschmolzene Schokolade und streicht die Form nicht zu dünn damit aus. Die Hälften kommen anschließend für mind. 20min in den Tiefkühlschrank.

IMG_2025In der Zwischenzeit könnt ihr euch an die Vorbereitung der Füllung machen. Für die erste Creme benötigt ihr folgende Zutaten:

Erdnuss-Creme
je nachdem, wie viele Ei-Hälften ihr gemacht habt, müsst ihr die Mengen anpassen!

4EL Erdnussbutter, bzw. Erdnussmus (crunchy oder ohne Stückchen)
1EL Agavendicksaft, zum Süßen
1EL Kokosöl, geschmolzen

Für die zweite Creme-Füllung benötigt ihr:

Kokos-Creme
der selbe Spaß, wie oben -> Mengen anpassen!

4EL Kokosbutter
1EL Kokosöl, geschmolzen
1EL Ahornsirup

Alle Zutaten zu jeweils einer Creme verrühren. Die Eierschalen aus dem Tiefkühler nehmen, kurz warten und dann aus der Form befreien. Das könnte bei den Plastik-Eiern etwas tricky werden, macht also im Vorhinein ein paar Eier mehr als ihr vielleicht benötigt, gesetzt den Fall, dass euch beim Herauslösen das ein oder andere Ei kaputt geht. Wenn ihr Plastik-Eier verwendet, stecht ihr vorsichtig mit einem spitzen Messer oder einer Nadel ein Loch in die nicht mit Schokolade bestrichene Seite bis Luft zwischen Wand und Schokolade kommt, dann sollte sich die Schale lösen lassen.
IMG_2026Anschließend könnt ihr die Schoko-Schalen mit den Cremes befüllen. Passt dabei aus, das ihr sie NICHT bis zum Rand füllt (siehe Bild), sonst bekommt ihr sie ganz schlecht mit Schokolade verschlossen ohne das euch dabei die Schokolade über den Rand läuft. Lernt aus meinen Fehlern :D
IMG_2027Wenn ihr die Eier dann mit der restlichen geschmolzenen Schokolade verschlossen habt, steckt sie nochmal für mind. 30min in den Tiefkühlschrank, so dass sie richtig fest werden. In der Zeit könnt ihr die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und sie dann kunstvoll auf den Ostereiern verteilen.

Und fertig sind die süßen Verführer. Lagert sie die nächsten Tage am besten immer im Kühlschrank. Wer keine Eierformen hat, kann natürlich auch jede andere Form verwenden. Ich hab zum Beispiel noch ein paar mit meiner Silikon-Pralinenform hergestellt.

Und für alle, die gerne kleine Aufmerksamkeiten verschenken, über diese schicken Teile würde sich bestimmt jeder Erdnussbutter-Freak freuen :)

Und so heißt es mal wieder, ran an die Schüsseln und bereitet euren Lieben eine schöne Oster-Überraschung oder gönnt euch selbst einen schokoladigen Moment!!

IMG_2044Nachdem mir die wundervolle Isabell von Küchenplausch noch von ihrem neusten Streich, dem „Oster-Event 2013“ erzählt hat, konnte ich natürlich nicht umhin daran teilzunehmen und poste somit diesen Artikel auch im Rahmen des Events:
Küchenplausch Oster-Event 2013

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23 Gedanken zu “Ostern in aller Munde – Teil 2: zweierlei gefüllte Schokoeier

  1. Saskia schreibt:

    Ich hab selber schon Pralinen gemacht( in Silikonform)
    Und bei mir sind die nach 1-2 tagen so weiß angelaufen..

    Bei dir hab ich gesehen das du kokosöl zu der schoki tust was bewirkt die denn?
    Achja die Rezepte werd ich unbedingt ausprobieren sehen sehr sehr Lecker aus :)

    • foodsandeverything schreibt:

      Hi Saskia,
      lieben Dank für deinen Kommentar. Wenn Pralinen weiß anlaufen, liegt es meistens daran, dass die Schokolade zu heiß erhitzt wurde. Deshalb, niemals über 50°C erhitzen! Das Wasser für das Wasserbad sollte also niemals kochen.

      Kokosöl hat bei Schokolade den Effekt, dass es die Glasur sehr schnell erkalten lässt und ihr einen schönen, aber nicht künstlichen Glanz zaubert :)

  2. Regina schreibt:

    Toll! ich hab mir extra ne Silikon-Eier-Form gekauft, aber das hat gar nicht so gut funktioniert, die Form mit Schokolade auszufüllen. :( Also das Füllen ja, aber als ich sie raus nehmen wollt, ist viel zerbrochen :( Aber vielleicht lag es an dem Mangel an Kokosöl…

      • foodsandeverything schreibt:

        aw, vielen lieben Dank, Frau Schulz♥ Ich möchte meinen, dass du das Kokosöl auch weglassen kannst, die Masse wird dann eben nicht ganz so fest, aber bei Pralinen sollte das in Ordnung sein. Leider hab ich noch keine schöne Ersatzmöglichkeit für Kokosöl gefunden, aber ich bin auf der Suche, weil auch ein paar den Kokosgeschmack nicht so angenehm finden.

  3. Maria schreibt:

    woahhh, du künstlerin! wie schön sind die denn bitte??? sehen aus wie aus einer pralinenschachtel ♥
    und die weiße schakalode ist auch unsere liebste schokolade hihi :D

    liebe grüßeee

  4. Zoe schreibt:

    Toll sehen die aus! Ich komm in diesem Jahr irgendwie zu gar nichts, ich hoffe ich schaffe wenigstens noch das Bananenbrot, das ich seit 2 Wochen backen will ;)
    xo Zoe

  5. Andreas Klein schreibt:

    Liebe Juli!
    Respekt! Die wenigsten machen sich die Mühe, die Pralinenhohlkörper oder Pralinenschalen selbst aus Schokolade herzustellen. Aber wie Dein Foto zeigt, lohnt sich die Mühe. Deine Pralinenhalbeier sehen fantastisch aus. Größere Halbeier, um darin z.B. einzelne Pralinen zu betten, kann man mit Hilfe kleiner Luftballons (Wasserbomben), die man auf die gewünschte Größe aufbläst und dann in flüssige Schokolade taucht, anfertigen.
    Viele Grüße!
    Andreas!

    • foodsandeverything schreibt:

      Lieber Andreas, ow, vielen Dank für deine lieben Worte :) Da hast du absolut recht, schade eigentlich, da es soviel Spaß macht, die Hohlkörper selbst herzustellen. Von der Luftballon-Methode habe ich auch schon gehört, da kann man auch richtig schicke Sachen fernab der Pralinen machen, z.B. wenn man die entstandenen Schoko-Schalen mit Sahne & Eiscreme füllt :) Hmm, jetzt habe ich Appetit bekommen, also werde ich es wahrscheinlich demnächst mal ausprobieren. Lieben Dank nochmal für den Tipp! Viele Grüße & dir ein fabelhaftes Wochenende, Juli

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