Nussbutter Basics – Kokosbutter

Nahahaha :D Ich liebe es!

Liebe Leserschaft, wie versprochen, berichte ich heute über die Herstellung einer wirklich fabelhaften Erfindung – die Kokosbutter. Ich weiß, einige von euch haben jetzt schon die Schnauze voll. „Bahhh, schon wieder Kokos! Mach doch mal was anderes, Juli!“ Arrgh, ich kann nicht!! Ich liebe den Geschmack & Geruch der Kokosnuss einfach zu sehr. Und sind wir mal ehrlich, seit dem ich Kokosöl verwende, hat sich meine kleine Küchenwelt um 180 Grad gedreht. Es ist einfach so vielseitig anwendbar, ob zum Anbraten von Gemüse oder zur Herstellung & Veredlung von Schokolade. Klar, dass ich nun auch die große Schwester des Öls austesten wollte – Kokosnussbutter.

Im Gegensatz zum Kokosöl enthält die Butter alle Nährstoffe der Kokosnuss (Öl, Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine & Mineralien) und wenn ihr sie selbst herstellt, ist sie natürlich auch frei von irgendwelchen Zusätzen.

Die Herstellung erfolgt ganz ähnlich, wie die von Mandel- oder Cashewmus. Da ich so ziemlich alle Nussbuttersorten selbst herstelle, habe ich mir vor einem halben Jahr eine wirklich gute Küchenmaschine gekauft (Cuisinart mit 2,8l Fassungsvermögen). Was aber nicht heißt, dass man die Kokosbutter nur mit einem solchen Utensil herstellen kann. Ich habe einige Blogeinträge gelesen, in denen es mit einem ganz normaler Mixer auch funktioniert hat :)

Vorweg noch schnell ein Hinweis: Die Butter ist ein bisschen temperaturempfindlich, zumindest in der Zubereitung. Es mag also nicht bei jedem funktionieren. Falls sich bei euch nach der angegebene Zeit noch kein Ansatz einer Kokosbutter gezeigt hat, könnt ihr versuchen etwas Kokosöl hinzuzufügen. Das hilft in den meisten Fällen.

IMG_2016Kokosbutter
(für ca. 400g)

400g Kokosraspeln, ungesüßt
nix weiter :)

IMG_2010Die Kokosraspeln bei voller Bude Power ca. 10-15min in der Küchenmaschine arbeiten lassen. Zwischendurch die Masse, die am Rand kleben bleibt immer wieder lösen.

IMG_2012Ungefähr so sollte sie dann aussehen, wenn sie fertig ist. (Meine hätte noch ein paar Sekunden länger drin bleiben können, aber ich war so hin & weg vom Geruch, dass ich alles andere um mich herum vergessen habe.)

Die Butter könnt ihr im Anschluss in ein Glas abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Für die Verwendung muss sie allerdings immer erst ein wenig aufgewärmt bzw. im Warmen stehen (kennt man ja vom Kokosöl). Hier eignet sich ein Wasserbad meiner Meinung nach am besten. Ob als Aufstrich auf’s Brot oder eben als Füllung für eure Schoko-Ostereier, die Verwendung ist beinah grenzenlos :) Habt ihr noch schöne Ideen?

Die Butter ist wirklich ein Traum, riecht und schmeckt wie „Raffaello“ (daran werd ich mich in Zukunft auch versuchen), nur nicht ganz so süß.

Viel Spaß bei der Herstellung, es lohnt sich!!
IMG_2023Oh ja, bevor ich es vergesse: Bitte bitte verwendet für die Herstellung dieser Butter keinen Pürierstab. Ich hab im meinem Leben einige Pürierer kommen und gehen gesehen und weiß, dass er für die Herstellung absolut nicht geeignet ist. Er wird heiß laufen und in kurzer Zeit den Geist aufgeben. Es ist schade um euer Geld!

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24 Gedanken zu “Nussbutter Basics – Kokosbutter

  1. Frau Momo schreibt:

    Oh,wie klasse! Danke auch für den Tipp mit der Küchenmaschine. Wir wollen uns auch bald eine anschaffen, und wenn die auch Nussmusse, ergo auch harte Sachen packt, ist diese hier sehr interessant. Gehe gleich mal gucken! :)

    LG, Frau Momo

  2. Lea schreibt:

    ich brauche eigentlich auch eine küchenmaschine.. ich habe einen vitamix mixer aber der hat mit nicht-nassen sachen manchmal so arge probleme. ich würd den nicht nochmal kaufen.

    • Anna schreibt:

      Wir haben auch einen Vitamix. Ehrlich gesagt 2 und es ist die beste Investition, die man machen kann. Das Set (Nass- und Trockenbehälter) hat zwar auch ordentlich gekostet, aber es ist das Geld auf jeden Fall wert. Ich könnte ihn mir gar nicht mehr wegdenken. Ich mahle sogar teilweise mein Getreide damit ;^)
      LG und danke für’s Rezept!
      Schönen ersten Advent~~~
      Anna

  3. salzpfefferkokos schreibt:

    Ach Jules (bin mal so frech^^), ich lieebe deine Kokosaffinität! :) Dank dir durfte Kokosöl auch meine Küche revolutionieren! Die Kokosbutter sieht auch wahnsinn aus, leider fehlt mir eine leistungsfähige Küchenmaschine. Manchmal frage ich mich, wie ich überhaupt einen Foodblog betreiben kann – ohne Tarteform okay, aber ohne Küchenmaschine?! :D

  4. Anja schreibt:

    Wow, vielen Dank für dieses ‚Rezept‘! Seit ich vor einigen Jahren das Kokosmus von Tropical Traditions in Amerika probierte und hin und weg war, suche ich es hier vergebens. Da ich aus der Schweiz bin, ist das Porto von z.B. Dr Georgs Produkten einfach zu teuer.

    Mit meinem 100€ Mixer hatte ich nach ca 4 min schon ein top Kokosmus (und ein ebenso tolles Gerüchchen vom Motor…). Lässt Schokomuffins übrigens noch besser schmecken, jedenfalls für uns Kokosfanatiker :D

    Vielen Dank nochmal :)

    • foodsandeverything schreibt:

      Bitte bitte :) Ja, das Kokosmus im Handel ist wirklich erschreckend teuer, aber dafür eben so lecker. Na, jetzt hast du ja ne günstigere Alternative, ausser wenn dein Mixer drunter leidet :/ AAAch ega, Kokosmus!!! :) Wenn ich das nächste Mal Schokomuffins machen, probier ich deine Idee auf jeden Fall aus!

  5. marcus schreibt:

    Hallo,

    das klingt ja total einfach.
    Kann ich das auch mit frischer Kokosnuss machen oder geht das nur mit Kokosraspel? Habe einen Turbo Blender.

    Lg

    • foodsandeverything schreibt:

      Hi Marcus,
      ja, die Kokosmilch kannst du auch mit frischer Kokosnuss herstellen. Einfach das Fruchtfleisch kleinschneiden, mit heißem Wasser übergießen, durchmixen, ca. 30min quellen lassen & dann durch ein Tuch filtern. Vola :)

    • foodsandeverything schreibt:

      Soooo lecker, oder? Ich hab zusammen mit einer guten Freundin von mir, mal ein großes Glas von der Butter mit extra viel Puderzucker drin gemacht. Das hat sie dann ihrem Freund geschenkt. Der perfekte Raffaello-Ersatz :)

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