Juli bäckt Bücher #1 Vegane Backträume von Brigitte Bach

BBBackeryJuche, Juli macht ab jetzt auch Buchrezensionen. Ich hab mich ja wirklich sehr lange davor gedrückt, aber hey, 2014 springe ich nun endlich mal über meinen Schatten und schreibe euch heute meine ganz persönliche Meinung zum ersten Werk einer sehr süßen österreichischen Bloggerin Brigitte Bach von BBBakery.

Brigittes Erstlingswerk Vegane Backträume erschien Anfang Januar als Hardcover beim Löwenzahn Verlag, ist 120 Seiten stark und präsentiert seinem Leser über 40 vegane Rezepte. Von österreichischen Klassikern wie Apfelstrudel und Strudel-Polsterzipf, bis hin zu Newcomern der Backszene wie Cupcakes und Bagels, wird hier alles verbacken und in den Fotografien von Michael Eckstein anschaulich dargestellt.

BBBackery_8Auf den ersten Seiten des Buches finden sich nützliche Hinweise und Übersichten für die Fraktion „Backen ohne Ei & Milch – geht das überhaupt?“: nützliche Tabellen mit Ersatzmöglichkeiten für Eier, Frischkäse, Sahne und Quark, Umrechnungswerte sowie Tipps & Tricks, wie das vegane Backen gelingt.

Rein optisch gefällt mir das Buch beim ersten Durchblättern wirklich sehr gut. Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet, die Farben harmonieren ganz hervorragend und man bekommt auf jeden Fall gleich Lust loszubacken!

Die einzelnen Rezepte liegen durchaus im Bereich des Möglichen und obwohl sie manchmal eine Armee von Zutaten benötigen, sind sie auch für Einsteiger gut geeignet. Brigitte Bach verwendet für ihre Backwerke vornehmlich Dinkelmehl und Rohrzucker, was mich leider gar nicht überzeugt, aber dazu im unteren Teil mehr.

BBBackery_7Zu jeden Rezept gibt es auch immer ein passendes Bild des Backwerks, was mir persönlich sowohl in Backbüchern als auch in Kochbüchern mit der wichtige Punkt bei der Kaufentscheidung ist. Schließlich habe ich bei exotischen Backwaren wie dem Polsterzipf keine Ahnung, ob es sich um eine Sofamöbel oder eine Teigtasche handelt (Es ist natürlich Letzteres :D). Und bevor ich Google damit beauftrage, habe ich das Buch schon lange wieder ins Regal gestellt.

BBBackery_6Ein weiteres niedliches Detail sind die kurzen Anekdoten und Geschichten, die Brigitte Bach zu jedem Rezept dazu geschrieben hat. Eine hübsche Idee, da es das doch eher starre Gerüst eines Backbuchs auflockert und den Leser mehr an der Vision des Autors teilhaben lässt. Kann man machen, muss man aber nicht.

BBBackery_5Auf den letzten Seiten des Buches präsentiert sich dann noch ein sehr hilfreiches Glossar – für mich eine Notwendigkeit, da sich beim Durchblättern doch ein paar Begrifflichkeiten angesammelt hatten, die ich mit meinem wirklich schlechtem Fundus an österreichischen Vokabeln nicht übersetzten konnte :) Ansonsten werden hier auch noch nützliche Backtechniken und verschiedene Ersatzprodukte erklärt.

Leider und jetzt kommen wir zum ersten negativen Punkt, der aber wirklich sehr sehr seeehr subjektiv gewertet werden muss: ich habe mich wirklich schwer getan, Rezepte für einen Praxistest zu finden. Nicht, dass die 40 Rezepte keine Auswahl bieten, allerdings bin ich ein sehr schwieriger Patient, der nur mit an den Haaren herbeigezogenen Rezeptideen befriedigt werden kann. Denn so wirklich hat mich keines der möglichen Gerichte in den Bahn gezogen. Entweder war die Zutatenkombination für die Cupcakes zu langweilig, oder sie entsprach nicht meinem Geschmack (Beeren in Cupcakes – WAARUUMM!!), oder mir haben die verschiedenen Klassiker der österreichischen Küche dann doch nicht so zugesagt, wie ich es im Vorhinein angenommen hatte.

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Letztendlich bin ich dann aber doch fündig geworden. Zum einen habe ich mich an den Powidltascherln versucht, welche auch gleich beim ersten Mal gelungen sind. Einziger Minuspunkt war hier nur der Geschmack – ich mag es einfach nicht, wenn bei Backwaren an der Süße gespart wird, zumindest an der Stelle, wo sie nötig ist. Clean Eating hin oder her, wenn ich eh mit glutenhaltigem Mehl arbeite, dann spare ich zum Schluss nicht am Zucker – entweder ganz oder eben gar nicht!

Das zweite Rezept, dass ich ausprobiert habe, ist das Lieblingsdessert des Loverboys: Buchteln. Auch hier, gleiches Problem wie bei den Teigtaschen, allerdings nicht ganz so wild, da ich die Buchteln zusätzlich mit Pflaumenmus gefüllt und mit einer Vanillesoße übergossen habe.

Buchteln_1Mein Fazit muss ich daher von zwei Seiten betrachtet ziehen:

Vegane Backträume ist ein grundsolides Backbuch für Einsteiger, die noch keine großen Erfahrungen mit dem veganen Backen haben. Auch fortgeschrittene Backfeen finden hier auf Garantie das ein oder andere leckere Rezept.

Für mich hingegen hat das Buch leider nicht viel Neues auf dem Kasten gehabt bzw. mich mit seiner Rezeptauswahl nicht wirklich in den Bann gezogen. Dennoch haben, die von mir probierten Rezepte beide auf Anhieb und ohne Probleme geklappt, was vor allem in der veganen Küche nicht immer vorkommt. Zwar kann ich nicht für alle Rezepte sprechen, dennoch würde ich das Buch Interessierten weiterempfehlen.

Vegane Backträume von Brigitte Bach könnt ihr im Buchhandel oder über Amazon für 17,95 EUR erwerben. Das Rezept für die Powidltascherln könnt ihr hier kostenlos einlesen und ausprobieren.

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6 Gedanken zu “Juli bäckt Bücher #1 Vegane Backträume von Brigitte Bach

  1. Lea schreibt:

    Mir geht es ähnlich mit dem Buch. Ich hab recht viel rumgeblättert aber noch nichts gemacht. Ich denke, wenn dann würde ich eh meistens doch normales weizenweißmehl und normalen zucker nehmen…

  2. Ahnungslose Wissende schreibt:

    Ach wie ulkig, in jenem Buch habe ich heut im Buchladen auch geblättert und ich fand, dass es zwar ganz hübsch anzusehen ist,aber mich sprach spontan leider auch kein Rezept an, weshalb ich es dann auch nicht gekauft habe…

    Liebe Grüße :)

  3. Sabine schreibt:

    Die Rezension hat mich neugierig gemacht, danke dafür! Hab das Buch besorgt und gleich ein Rezept ausprobiert. Von meinem ersten Ergebinis bin ich schlichtweg begeistert! Fürs Erste mal ein wirklich tolles Buch, schön gemacht, sauber geschrieben, grundsymphatisch. Mal sehen, wie meine nächste Versuche gelingen.

  4. catta92 schreibt:

    Schön ausführliche Rezension! Mir gefällt, dass du auch negative Kritik äußerst und die Art wie du das tust.
    Bitte weitere Rezensionen schreiben! :)

  5. Antonia schreibt:

    Ach ja, der Liebe Zucker… immer wieder heiß umstritten und doch von fast allen (in irgendeiner Art und Weise) heiß geliebt. Normalerweise rechne ich die Zuckermenge in sämtlichen Rezepten extrem nach unten, von daher horche ich freudig auf, wenn es mal welche gibt, in denen offenbar „zu wenig“ drin ist. :-) Wenn man schon öfters gebacken hat, weiß man aber ja, wie z.B. das Verhältnis von Mehl und Zucker sein sollte, damit es individuell süß genug schmeckt – so kann man die Süße leicht anpassen. Die gleichzeitige Verwendung von glutenhaltigen Mehlen und alternativen Süßungsmiteln (zum herkömmlichen weißen Zucker) widerspricht sich meiner Meinung nach übrigens nicht – aber ich fürchte, jetzt schweife ich ab :-). Danke für Deine persönliche Vorstellung des Buchs, werde es mir live ansehen.

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